San Francisco

André van Gemmert und Janine Bahr

Durch enge Zusammenarbeit mit der UC Davis und anderen amerikanschen Universitäten und Forschungsprojekten ist der wissenschaftliche und veterinärmedizinische Standort dort sehr hoch angesetzt.
Ende November waren André van Gemmert und Janine Bahr eingeladen vor Mitarbeitern und freiwilligen Helfern der Station einen Vortrag über die Arbeit des Robbenzentrums im nationalen Einsatz auf der Insel und international im Austausch mit anderen Stationen zu halten.
Anschließend durften die Robbenzentrums Initiatoren durch Mitarbeit in der Station den Ablauf und die Behandlungsprotokolle am Tier selber kennenlernen.Beide planen im nächsten Jahre ein Treffen von Mitarbeitern aller international existierender Meeressäuger-Rehabilitation-stationen.
Wir wissen, dass dies ein hoher Anspruch ist, so Janine und André, doch wir finden den direkten Austausch zwischen den Stationsmitarbeitern so wichtig, dass uns diese Mission neben der direkten Robbenrettung auch sehr am Herzen liegt. Der Ausstauch von Erfahrung und Wissen unter Experten, die im gleichen Bereich arbeiten kann für die Tiere nur von Vorteil sein.
Ein Kennenlernen untereinander hat auch den positiven Effekt, dass in einer Notfallsituation wie z.B. ein Ölunfall der entsprechende Kollege oder Experte um Mithilfe gebeten werden kann.
Neben der „The Marine Mammal Center“ haben André und Janine auch noch andere Wildtierstationen besuchen können.
Und der schon länger bestehende Kontakt zwischen dem Robbenzentrum und der Station in Sausolito konnte weiter vertieft werden.

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Veröffentlicht am 12.12.2012 in Archiv 2012

Eile war geboten ...

Eile war geboten …

Das völlig erschöpfte, unterkühlte und verletzte Tier wurde von uns geborgen und versorgt.
Nachdem wir ihn erstversorgt und tiermedizinisch behandelt haben, mussten wir in nach Friederichskoog weiterleiten, obwohl viel Ruhe hier vonnöten gewesen wäre. Aber immerhin hat die Robbe es aufgrund unserer Vorbehandlung bis dahin gut geschafft und wurde aufgenommen. Wir hoffen, dass der kleine „Andreas“ es nach ein paar Wochen Reha wieder gesund zurück ins Meer schafft.

Alleine gestern wurden innerhalb 24 Stunden 4 tote und der von uns eingesammelte verletzte Seehund an die Südstrände Föhr gespült.

Alle haben entweder stark geschwollenen Gelenke oder auch Lungenwürmer und Blut am Schnauzenbereich….

Diese große Zahl der aufgefunden Jungtiere finden wir schon sehr bedenklich!

Da kann keine Rede sein von einer stabilen Population. Alleine 2009 sollen an die 2/3 der damals geborenen Jungtiere in Schleswig- Holstein gestorben sein und jedes Jahr scheint die Zahl der an Lungenwurm erkrankten Seehunde zu steigen. Wenn man überlegt, das Seehunde erst mit 4-5 Jahren geschlechtsreif werden, dann kann man sich ausmalen, das der grosse Knick in der Population nicht lange auf sich warten lassen wird.

Doch da meisten Infektionen eine Folge des menschlichen Einflusses sind und ohne Behandlung zum Tode führen, aber mit Behandlung heilbar sind, so haben wir doch die ethische Verpflichtung den Robben, wenn möglich, zu helfen!!

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Veröffentlicht am 19.10.2012 in Archiv 2012
Gruppenfoto Wildtiersymposium

Gruppenfoto Wildtiersymposium

Als kulturelle Höhepunkte des illusteren Abends gab es dann auch eine wunderschöne Gesangseinlage von Birke Licht sowie einen wunderbaren Auftritt der Föhrer Trachtengruppe, die alle Teilnehmer restlos begeisterten.

Als dann endlich am nächsten Morgen im Veranstaltungszentrum das Symposium mit Schwerpunkt „Marine Mammals“ durch die Initiatoren Janine Bahr und André van Gemmert eröffnet wurde, ließ es sich der Wyker Bürgermeister Heinz Lorenzen natürlich nicht nehmen, ebenfalls die Konferenzteilnehmer  herzlichst auf der grünen Insel Föhr zu begrüßen und ihnen unterstützende Worte zu kommen zulassen.
Auch die Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz sandte Grussworte an das Robbenzentrum und alle Konferenzteilnehmer. Der Touristikchef Armin Korock besuchte verschiedene Male die Veranstaltung, um sich vom einwandfreien Ablauf in den zur Verfügung gestellten Räumlichkeiten zu überzeugen.

Die internationale Teilnehmerschaft  aus Tierärzten, Biologen, Tierpflegern sowie Studenten und vielen Interessierten zeigten sich dann in den 3 Tagen sehr angetan von der guten Organisation des Symposiums, sowie der internationalen Referenten
wie Dr. vet.med. Jörg Zinke (Deutschland), Dr. vet. med. Peter Klaver (Niederlande),
Prof. Gerry Dorrestein(Niederlande), Prof.Peter Kunzmann (Jena), Sascha Regmann(PBS Herne),
Katharina Neeb(Wildtierstation Hamburg), Dr.Bodo(TVT Franfurt a.O., Andre van Gemmert (Niederlande) und vet. med. Janine Bahr (Deutschland).
Soweit das Spektrum der Vorträge vom Verhalten der Robben, über medizinische Behandlung, Pathologie , Pflege, Tierschutzethik und deren Lebensraum.

Einer der am längsten diskutierten Beiträge waren die unaufhaltsame Verschmutzung der Weltmeere durch  Plastikstoffe, als auch das Töten von Wildtieren durch Jäger. Erschütternde Bilder von Meeressäugern die Tonnenweise jede Art von Plastikstoffen in ihrem Körper aufgenommen haben, schockierten besonders die nicht fachlichen Teilnehmer. Diese reale Bedrohung der Meere ist in der Öffentlichkeit noch nicht angekommen. Ein gänzlich anderes Thema war zum Beispiel die Anwendung von Homöopathie in der Tierbehandlung, aber auch die ethische Verpflichtung in der Robbenrehabilitation
Neben dem fachlichen Austausch von Erfahrungen gab es für die Teilnehmer auch etwas auf der Insel zu entdecken. Viele der Konferenzteilnehmer waren ja auch zum ersten Mal auf der nordfriesisischen Insel und begrüßten es sehr, auch an einer organisierten Inselrundfahrt mit dem Bus teilnehmen zu können und zum Abschluss auch noch mit der Rühm Hart die Seehundbänke zu besuchen.

Restlos begeistert von der kulturellen Vielfalt sowie der landschaftlichen Schönheit der Insel Föhr und der professionellen Organisation des Symposiums, ließen dann auch so manchen Teilnehmer in Schwärmen geraten und den Wunsch auf eine baldige Wiederholung laut werden. (Text: Frank Opitz)

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Veröffentlicht am 23.09.2012 in Archiv 2012
Vortrag Janine Bahr

Vortrag Janine Bahr

So konnten Janine und André auch letzten Dienstag wieder viele Kinder, Eltern, Großeltern und andere Besucher für die Arbeit mit und für die Robben interessieren.

Und mit viel interaktiven Aktionen können die Kinder selber erfahren, wie z.B. ein kleiner Heuler vom Strand gerettet und erstversorgt wird. Und die anwesenden Erwachsenen sind wie immer froh, wenn die Kinder voller Elan alle Fragen beantworten und sie selber dadurch die neuen Informationen und Eindrücke aufnehmen und behalten dürfen!

Doch wie auch immer die Information die Besucher erreicht, wir sind froh, wenn wir durch unsere Vorträge und Präsentationen dazu beitragen können, die Menschen für die Robben und deren Lebensraum und dem Schutz der Meere zu begeistern, sind sich Janine und André und alle Mitstreiter einig!

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Veröffentlicht am 04.09.2012 in Archiv 2012
Notversorgungsdemonstration

Notversorgungsdemonstration

Und während viele ehrenamtliche Helfer mit Kaffee, Kuchen, Waffeln und Popcorn für das leibliche Wohl der großen und kleinen Besucher sorgten, informierten die Robbenzentrumsleiter André van Gemmert und Janine Bahr die Interessierten in der Ausstellung und den Poolräumen über die Arbeit mit den Robben und deren Lebensweise.

Und wie im Alltag gab es auch an diesem Tag einen Notruf und die Robbenretter mussten trotz Fest zum Einsatz.
Danach gab es als kleine Einlage noch eine weitere „Rettungsaktion“ mit Erstversorgung der kleinen Jana, die wie viele andere Kinder im Robbenkostüm einen Seehund mimte. Ein Spaß mit vielen Infos rund um die beliebten Meeressäuger.

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Veröffentlicht am 15.08.2012 in Archiv 2012
Der erste Heuler

Die ersten Heuler

Heuler sind mutterlose Jungtiere, die durch unterschiedliche Störfaktoren die Verbindung zum Muttertier verloren haben und alleine nicht überlebensfähig sind. Seehundmütter lassen ihre Babys im Normalfall nie alleine und hungern sogar die ersten Wochen aus Angst ihr Kind zu verlieren.

Doch Störungen besonders durch den Menschen und auch Stürme verursachen immer wieder Trennungen von Mutter und Kind, die sich dann nicht mehr finden können. Alleine ist das Jungtier, welches in 4 -5 Wochen sein Gewicht vervierfachen muss (von ca. 8 auf ca.30 kg) nicht überlebensfähig. Und eine Trennung über eine größere Entfernung reicht aus, dass die Seehundmutter ihr Junges nicht mehr finden kann. Daher unbedingt Mutterbänke meiden und den Seehunden viel Ruhe gönnen. Denn da die Babys nur während der Ebbe auf den Sandbänken bei der Mutter trinken können und zum Ansetzten von Gewicht viel Ruhe brauchen, bedeutet jede Störung eine Gefährdung für Mutter und Kind.

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Veröffentlicht am 15.06.2012 in Archiv 2012

Anschliessend wurde André v.G. durch die Zeehondencreché Lenie t´Hart alamiert, dass eine sehr kranke Kegelrobbe von einem Skipper auf dem Rib nahe Lauwersoog gefunden wurde.
So wurde das Motorboot, das vorher die Robben zur Freilassung transportierte zum Rettungsboot und gemeinsam mit deren Besatzung und dem Finder des Tieres gelang André v.Gemmert und Janine Bahr die Bergung des Tieres, das sich inzwischen in der Station in Pieterburen gut erholt hat.
Laut einer Studie aus England kommen über 80% der in Not geratener Seehunde durch menschliche Aktivitäten in diese Situationen

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Veröffentlicht am 10.05.2012 in Archiv 2012
Seehund Bea

Seehund Bea

Sie war einfach schon zu schwach, doch die Operation war ihr einzige Überlebenschance, da an die 15 Geldmünzen in ihrem Magen röntgonolgisch festgestellt wurden und das Tier schon Wochen nichts mehr gefressen hatte.
Bea gehörte zu einer Gruppe Seehunde aus dem Aquarium des Helmholtz- Institutes in Kiel.

Wir haben alle unser Bestes gegeben und sogar mit Hilfe eines Rettungswagens und dessen Team die Herz Lungen Wiederbelebung samt DefibrilatorGerät mehrere Stunden durchgeführt, so Tierärztin Janine Bahr. Diese war von ihrem Partner André van Gemmert direkt aus der Zeehondencreche in Pieterburen nach Kiel geschickt worden, nachdem dieser auf diesen Fall aufmerksam geworden war bzw. um Hilfe gebeten wurde.

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Veröffentlicht am 02.05.2012 in Archiv 2012
... wie befestige ich das am besten? Hmm

… wie befestige ich das am besten? Hmm

Einzig der Einsatz von ehrenamtlichen Helfern und Mitarbeitern hat die ersten Schritte beim Umbau möglich gemacht.

Besonderen Dank gilt Ulrich Bücherl und Kurt Bahr, beide wollten eigentlich „nur“ ein paar Tage Urlaub auf Föhr machen und mal etwas im Robbenzentrum und Tierhuus mithelfen ;-). Doch durch Ihren nicht zu stoppenden Arbeitseifer haben sie in einem  Wochenende, alle Stelltafeln umgebaut, den Ausstellungs-Himmel und viele Handwerksarbeiten fertig gestellt.
Aber auch alle anderen Mitarbeiter wie hier mit Susanne Ermert im Bild haben in jeder freien Minute mit angepackt.

Allein durch solche engagierten Einsätze unserer Helfer und Kollegen sind mit den wenigen finanziellen Mitteln solche Aktionen möglich, freuen sich Janine Bahr und André van Gemmert.

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Veröffentlicht am 30.04.2012 in Archiv 2012
Konfirmandin Loreena

Konfirmandin Loreena

Nach der Hochzeitsfeier im letzten Jahr ein weiteres tolles Event in unseren Räumen, freuen sich die Initiatoren Janine Bahr und André van Gemmert, der eigens für dieses Ereignis aus Holland angereist war.
Nach einem festlichen Gottesdienst im Nieblumer „Dom“, in dem die Föhrer Konfirmanden eingesegnet wurden, ging es zur Feier mit Familie, Paten, Freunden und Nachbarn bei Sonnenschein ins Robbenzentrum. Dort konnten die Gäste nach einer Ansprache der Mutter Susanne der Konfirmantin und Begrüßungsworten von Janine und André das Buffet genießen und anschließend die Ausstellung begutachten und entspannt im Robbenzentrum gute Gespräche bei leckerem Essen führen oder einfach auf der Wiese Sonne tanken.
Nur Loreena, die Konfirmandin selber musste noch einige Phototermine abarbeiten. Doch wann hat man auch schon eine echte Friesin in Tracht in den „eigenen vier Wänden“.

„Wir wünschen Loreena und Ihrer Mutter weiterhin Gottes Segen und das sie diesen Tag und Ihr Bekenntnis zum Glauben immer mit sich trägt!“

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Veröffentlicht am 22.04.2012 in Archiv 2012
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