Heuler in der Erstversorgung

Heuler in der Erstversorgung

Viele Tiere werden nur noch tot geborgen, so André van Gemmert vom Robbenzentrum Föhr aber einige kleine Kämpfer haben Glück und erreichen dass rettende Ufer total erschöpft und unterkühlt, aber lebend!
Nun ist eine schnelle Erstversorgung und Behandlung lebenswichtig. Das Tier wird geborgen, untersucht, entsprechend aufgewärmt und rehydriert und wenn nötig tiermedizinisch behandelt, so Janine Bahr, Tierärztin im Robbenzentrum.

Die Vielzahl der letzten Stürme hat eine große Anzahl von Tieren sowohl in die Station zur Erstversorgung gebracht und vielen anderen Robben das Leben gekostet und können nur noch tot geborgen werden.
Wir vermuten schon eine Auswirkung der Klimaveränderung und eine Folge der Überfischung der Meere, denn einige Robben sind ungewöhnlich stark abgemagert.

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Veröffentlicht am 30.12.2013 in Archiv 2013
Detailbesprechung

Detailbesprechung

Neben den neuesten Forschungsergebnissen rund um die Meeressäuger, gab es viel Erfahrungsaustausch mit anderen Stationen und Kollegen.

Eine wichtige Verbindung mit der schottischen Universität in St. Andrews konnte aufgebaut werden. Das Robbenzentrum soll sich an Forschungsabreiten über genetische Verbreitung von Seehundpopulationen beteiligen und selber Forschungsarbeiten aus eigenen Beobachtungsergebnissen vorort erarbeiten.

Ein grosse Chance und Herrausforderung freuen sich André und Janine über eine solchen Erfolg.
Beide wurden auch nach Liege und St. Petersburg zu europäischen Tagungen eingeladen und werden dort selber Vorträge anbieten.

Während man in der eigenen Heimat noch viel für den Schutz der Robben kämpfen muss, ist das Robbenzentrum Föhr schon länger internatinal anerkannt und in Sachen Robbenrehabilitation und Schutz der Lebensräume weltweit aktiv.

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Veröffentlicht am 30.12.2013 in Archiv 2013
Das Opfer

Kegelrobbenmutter und Junges

Hierhin hatte eine Kegelrobbenmutter ihr Junges gerettet. Die Jungen werden auf Dünen oder Felsen geboren und bleiben normalerweise mit ihrem warmen, flauschigen Lanugofell solange an Land und werden dort von ihrer Mutter gesäugt bis sie ein Gewicht von 40-50 kg erreicht haben. Erst dann verlieren sie Ihr Babyhaar und sind nach ca. einer Woche dann bereit im Meer das Fischfangen zu üben.

Alleine hat ein Neugeborenes keine Überlebenschance und das lange, flauschige Fell ist nicht für lange Schwimmgänge in der Nordsee vorgesehen.

Hoffen wir nun, dass alle Menschen Rücksicht nehmen und dem seltenen Mutter- Kind Besuch auf der Insel genügend Ruhe geben.
Wir wünschen den beiden alles Gute!

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Veröffentlicht am 17.12.2013 in Archiv 2013
Boris, sehr beeindruckend.

Boris, sehr beeindruckend.

Boris, der zu dieser Zeit noch im Ausland im Einsatz war, hatte eine nicht zu definierende Zubildung an der linken Hinterflosse und vor Ort im Ausland war laut Aussage kein Tierarzt bereit oder dementsprechend ausgerüstet, um eine klare Diagnose oder Therapie zu erstellen.
So erhielten André u Janine vom Robbenzentrum diesen Notruf und sollten erst direkt nach Polen reisen- doch einige Verzögerungen und leichte Kommunikationsschwierigkeiten verzögerten die Untersuchung.
Auch wenn das Robbenzentrum eigentlich mit Tieren aus der Freiheit arbeitet, die dorthin wieder entlassen werden, so stehen wir auch für alle anderen Tiere in Not zur Verfügung, die Hilfe brauchen, kommentiert André van Gemmert den Einsatz für den trainierten patagonischen Seelöwe.

An einem Sonntag konnte Janine Bahr das Tier dann mit Hilfe eines Kollegen vor Ort schallen und röntgen und anschließend die Flosse behandeln. Eine ziemlich blutige Angelegenheit, aber das Tier benutzt seine Flosse schon wieder und wir sind hoffnungsvoll, die Entzündung am Flipper in den Griff zu bekommen, so dass Boris, der knapp 300 kg auf die Waage bringt, wieder völlig genesen wird!

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Veröffentlicht am 15.11.2013 in Archiv 2013
Sturmopfer  Jule

Sturmopfer Jule

Ganz vorbildlich hatten die einheimischen Finder und Melder des Tieres, Abstand gehalten und auch alle Neugierigen vom Tier fern gehalten. Wir haben schon einige Seehunde am Strand gefunden und wissen inzwischen genau was zu tun ist, so Jule Brüggemann, die mit ihren 3 Söhnen eigentlich am Strand tolle Sturmphotos machen wollte. Das alarmierte Robbenzentrums Team konnte das völlig untergewichtige und erschöpfte Tier bergen und anschließend zur Erstversorgung mit ins Robbenzentrum nehmen. Das kleine Seehundmädchen ist zwar viel zu leicht für sein Alter, aber ausser kleinen Verletzung an den Flossen einfach völlig erschöpft und müde von dem Sturm, aber sonst fit, so Tierärztin Janine Bahr, nach der Erstversorgung des Tieres in der Station. Wir können auch eine Lungenwurminfektion nicht ausschließen. Nach der ersten Flüssigkeitsgabe und viel Ruhe, hat sich die kleine Jule – nach der Finderin benannt- schon gut erholt und wehrt sich schon wieder ganz ordentlich, freut sich André van Gemmert vom Robbenzentrum Föhr.

Außer solchen Wetterkatastrophen sind es zumeist menschliche Einflüsse und Störungen, die die Robben im Wattenmeer zu schaffen machen. Seit 4-5 Jahren nehmen auch Lungenwurminfektionen unter den Seehunden kontinuierlich zu und sehr viele Jungtiere verenden daran, wenn sie nicht früh genug gefunden und behandelt werden. Eine neue durch Umwelteinflüsse bedingte Bedrohung der Seehunde, die die gesamte Population in der Nordsee immer mehr bedroht!

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Veröffentlicht am 30.10.2013 in Archiv 2013
Rettung

Rettung

Das Robbenzentrum Föhr wurde zu Hilfe gerufen. Nach unserer tierärztlichen Behandlung und vorsichtig abgestimmten Ernährungsplänen ist die Kleine langsam auf dem Wege der Besserung!!!
Wir freuen uns natürlich auch jedesmal, wenn wir neben den wild lebenden Robben auch Teren in anderen Einrichtungen helfen können, sind sich Janine und André einig. Auch wenn wir als Rehastation hauptsächlich für die Tiere aus der „Wildnis“ zuständig, so zählt das Wohlergehen jedes Tieres für unsere Einsätze.
Und das genau macht auch unsere Arbeit aus, sind sich André u Janine sicher. Denn einen Partner zu haben, der auch beruflich die gleichen Ideale verfolgt und somit die Umsetzung der Tierschutzfrage ohne Wenn und Aber teilt, dass ist schon ein riesen Geschenk, freut sich Tierärztin Janine- die alle Einsätze eng mit André abstimmt. Sobald ein Notruf eintrifft werden wir aktiv- egal wann und wo dieser uns erreicht. Den Tieren in Not helfen, wann immer es nötig ist, dass ist das Motto unseres Robbenzentrums, bestätigt André.

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Veröffentlicht am 16.09.2013 in Archiv 2013
Das Team mit unseren Mitarbeitern

Das Team mit unseren Mitarbeitern

Ausserdem wurde das Robbenzentrums-Päarchen gefragt, als Komparsen und „Inselbewohnerparchen“ eine kurze Szene im Film mitzuspielen und einmal das Tanzbein zu schwingen…sehr amüsant…wenn man auch laaaange warten musste an diesem Abend, bis der Einsatz kam. Das war ja dann doch eher mal ein netter Ausflug ins Filmleben- so sind sich André und Janine sicher, die ja gewohnt sind immer schnell und sofort im Notfall zur Stelle zu sein.

Allerdings wurden sie bis zum Einsatz von Ingbert, dem Koch, super versorgt!!

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Veröffentlicht am 04.09.2013 in Archiv 2013
Gruppenfoto .. immer wieder schööön!

Gruppenfoto .. immer wieder schööön!

Erklärtes Ziel des gebildeten „Arbeitskreis Robben Schleswig-Holstein“ ist, dass das Robbenzentrum Föhr weiter in den Focus der schleswig-holsteinischen Natur- und Umweltschutzpolitik vorstößt und verbesserte Strukturen für den Robbenschutz in die Tat umsetzt.
Das Robbenzentrum Föhr stellt sich mit der ortsnahen Ersten-Hilfe von in Not geratenen Robben und der Aufklärung der Besucher und Einheimischen über das Leben der Meeressäuger in der Nordsee und deren Probleme einerseits und der Öffentlichkeitarbeit mittels permanenter Ausstellung andererseits der Diskussion über die Robbenpolitik im nördlichsten der Bundesländer.

Übergeordnetes Ziel des Engagements von Frau Bahr und Herrn van Gemmert ist es zur Verbesserung des Schutzes der Meeressäuger im schleswig-holsteinischen Wattenmeer beizutragen. Hierfür entwickelt nun der Arbeitskreis ein Kooperationspapier um gemeinsam mit den Entscheidern eine zukunftsgewandte Grundlage für tierschutzaffine Robbenschutzstandards zu etablieren. Denn anders als in allen anderen küstennahen Bundesländern sollen in Schleswig-Holstein noch immer Seehundjäger entscheiden, ob ein Heuler oder ein kranker oder verletzter Seehund überlebensfähig ist oder eben nicht. Auch dürfen Seehunde landesweit bisher nur in der Seehundstation Friedrichskoog gepflegt werden, die Kapazitäten werden jährlich entsprechend immer mehr ausgereizt. Der „Arbeitskreis Robben Schleswig-Holstein“ steht allen Expertinnen und auch interessierten Laien zur Mitarbeit offen“, so die Initiatoren Janine Bahr u André van Gemmert.
Das Robbenzentrum Föhr ist vielen Naturfreundinnen und Umweltschützern längst über die Grenzen Norddeutschlands hinaus als eine Instanz großen tiermedizinischen Knowhows im Bereich Meeressäuger und Wildtiere bekannt.  Die Kosten hierfür werden allein durch private Aufwendungen und Sponsoring finanziert, der öffentliche Sektor wird nicht belastet. Ganz im Gegenteil, das gemeinnützige Handeln von Frau Bahr und Herrn van Gemmert ist bereits etablierte Bereicherung des Tourismus über die Insel Föhr hinaus bekannt.

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Veröffentlicht am 27.08.2013 in Archiv 2013
Demonstration

Demonstration von André und Janine

Und während viele ehrenamtliche Helfer mit Kaffee, Kuchen, Waffeln und Popcorn für das leibliche Wohl der grossen und kleinen Besucher sorgten, informierten die Robbenzentrumsleiter André van Gemmert und Janine Bahr die Interessierten in der Ausstellung und den Poolräumen über die Arbeit mit den Robben und deren Lebensweise.

Danach gab es als kleine Einlage noch eine weitere „Rettungsaktion“ mit Erstverorgung der kleinen Robben Vivien, Sina und Co, die wie viele andere Kinder im Robbenkostüm einen Seehund mimten. Ein Spass mit vielen Infos rund um die beliebten Meeressäuger.

Alles in allem ein gelungenes Fest so sind sich die Initiatoren Janine, André und Mitarbeiterinnen Susanne und Loreena Ermert einig. Der Dank geht an alle ehrenamtlichen Helfer!

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Veröffentlicht am 24.08.2013 in Archiv 2013
André und Janine in Aktion

André und Janine in Aktion

Ob es um die Frage geht, warum heisst der Seehund Seehund und warum gehören Seehund und Kegelrobben zu den Hundsrobben, Janine und André vom Robbenzentrum versuchen es so kindgerecht wie möglich zu erklären. Doch meistens so die beiden Robbenzentrumsleiter, wissen gerade die jungen Teilnehmer schon viel mehr als einige erwachsene Besucher.

Zum „kleinen Robbenretter“ kann man sich in zwei neuen Veranstaltungen im Rahmen der Kinder-Uni “ ausbilden lassen. Dieser kleine Workshop findet das nächste Mal am 9.August 2013 statt.
Hier lernt man noch etwas mehr über die Seehunde und Kegelrobben in der Nordsee und darf einige praktische Übungen und anschauliche Vergleiche erleben…..und André und Janine in Aktion.

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Veröffentlicht am 31.07.2013 in Archiv 2013
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