Seehundsterben

Seehundsterben

Das Seehundsterben an der schleswig-holsteinischen Küste bleibt rätselhaft. Auch an den Stränden von Föhr werden fast täglich tote Seehunde gefunden.
Wir bekommen seit ca. 2-3 Wochen erschreckend viele Meldungen aus dem Watt oder von Seglern zu Totfunden und zu treibenden Robbenkadavern entlang der Strände und im Meer.
Sehr erschreckende Zahlen, so Janine und André vom Robbenzentrum Föhr. Schon lange wird unter Experten auch die Verschmutzung der Nordsee für das angegriffene Immunsystem der Robben verantwortlich gemacht!

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Veröffentlicht am 17.10.2014 in Archiv 2014
DLRG-Helfer

DLRG-Helfer

DLRG-Ehrenamtliche besuchen das Robbenzentrum-Föhr!

Zu einer speziellen Abendführung kamen die Freiwilligen Helfer der DLRG Weil am Rhein, die den tollen Rettungsdienst an Wyks Küsten in ihrer Freizeit mit abdecken und darauf achten, dass alle in Sicherheit in der Nordsee baden können.
Und da man ja an den Stränden viele tierische Berührungspunkte hat, informierten André und Janine die interessierten DLRG-ler über die Lebensweise der Seehunde und der Kegelrobben in Schleswig-Holstein und wie man sich verhält, wenn ein Tier an unsere Strände gespült wird!
Wie so oft gab es eine „anschaulische“ Erklärung zur Erstversorgung der Tiere und ein Freiwilliger mimte die angespülte Robbe!
Ein rundum gelungener und gemütlicher informativer Abend!
Die Robbenretter erfuhren anschliessend noch einiges über die Arbeit der DLRG Retter.
Einen Dank an alle Beteiligten – auch für den leckeren Robbenkuchen

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Veröffentlicht am 05.09.2014 in Archiv 2014
Retung von Seehund Leopold

Rettung von Seehund Leopold

Seehund aus „Netzfalle“ gerettet
-Nach schwieriger Rettungsaktion gab es ein Happy End für Seehund „Leopold“-

Föhr/ 01.09.2014 Ein dringender Notruf erreichte die Mitarbeiter des Robbenzentrums auf der nordfriesischen Insel Föhr. Touristen meldeten einen verletzten Seehund, der sich weit draußen im Watt in einem abgerissenen Fischernetz verfangen hatte.

„Die kleine Robbe konnte sich kaum noch bewegen“, berichtet Finder Axel Wiehler. Direkt nach Eingang des Notrufs entscheiden André van Gemmert und Tierärztin Janine Bahr vom Robbenzentrum Föhr, sich so schnell wie möglich ein Bild von der Lage zu machen. Sobald es die Tide erlaubte gingen sie zur beschriebenen Stelle ins Watt.

„Um sich nicht selber in Gefahr zu begeben, muss man die Gezeiten genau im Auge behalten und ca. zwei Stunden vor Niedrigwasser ins Watt hinausgehen“, so André van Gemmert, der schon viele solcher Einsätze miterlebt hat.

Nach über einer Stunde Marsch erreicht Janine Bahr dann die beschriebene Stelle und findet gemeinsam mit ihren Mitarbeiterinnen Sina und Lilly das geschwächte Tier recht schnell an einer von einem tiefen Priel umgebenen Sandbank. Nur mit einiger Eile und einem Schwimmeinsatz durch den tiefen Priel konnte die Tierärztin den Seehund erreichen und bergen. Erst dann war es möglich, das Tier aus seiner misslichen Lage zu befreien und das aus Kunststoff bestehende Netz aus den tief ins Fleisch eingeschnittenen Wunden herauszuschneiden. Nach der Wundversorgung und entsprechender Gabe von Elektrolytflüssigkeit wurde der kleine Seehund wieder munter und wehrhaft. Nach eingehender Untersuchung wurde der kleine „Leopold“ – so haben die Finder die Robbe benannt – dann wieder ins Wasser zu seiner Gruppe entlassen.

„Im Salzwasser heilen solche Wunden recht schnell“, berichtet Bahr. „Jedoch ohne die Aufmerksamkeit der Touristen und den beherzten Rettungseinsatz wäre das Tier langsam und jämmerlich gestorben.“ Für die an der Rettungsaktion beteiligten Personen war es ein tolles Gefühl zu sehen, dass sich die kleine Robbe schnell wieder in ihre Gruppe integrierte und mit ihr wegschwamm. „Immer wieder geraten Meeressäuger in unachtsam weggeworfene, abgerissene oder abgeschnittene Netze – so genannte Geisternetze -“, kommentiert André van Gemmert diesen Vorfall.

Im schleswig-holsteinischen Wattenmeer müsste der Schutz der Robben im Allgemeinen viel mehr und besser überwacht und kontrolliert werden, da sind sich die beiden Robbenzentrumsbetreiber einig. Immer wieder erhalten sie Meldungen von Touristen, dass Ausflugsboote zu nah an die Robbenbänke heranfahren und die Tiere dadurch ins Wasser flüchten. Das ist gerade in der Wurfzeit der Seehunde im Frühsommer für viele Neugeborene Tiere ein Todesurteil, wenn sie durch unvernünftige Bootsführer oder durch andere vom Menschen verursachte Störungen von ihren Müttern getrennt werden. Auch bei dieser Rettungsaktion beobachtete das Team des Robbenzentrums eine Gruppe von ca. 70 Personen samt mehreren Hunden an der Kante der Seehundbank. Die Gruppe wurde geführt von einem Wattführer. Angeblich hatte dieser laut eigener Aussage das verletzte Tier schon zwei Tage zuvor entdeckt, aber unverständlicherweise nicht gemeldet.

Die Betreiber des Robbenzentrums befürchten, dass viele der in diesem Jahr im Robbenzentrum eingelieferten Seehunde durch menschlichen Einfluss in diese Notlage kamen. Neben der Verschmutzung durch menschlichen Wohlstandsmüll, der Überdüngung sowie durch die andauernde Überfischung der Nordsee zeigt auch das Beispiel des im Netz verfangenen Seehundes wieder allzu deutlich, was der Mensch den Tieren und der Natur antut und dass der Nationalpark Wattenmeer ganz und gar nicht eine „unberührte Natur“ ist.

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Veröffentlicht am 05.09.2014 in Archiv 2014

Seehund Marl wohlauf

Seehund Marl wohlauf


Viel zu klein für sein Alter und völlig erschöpft angespült am FKK Strand auf Föhr….
Aber nach der Erstversorgung im Robbenzentrum hat sich der Kleine schnell erholt!!

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Veröffentlicht am 25.08.2014 in Archiv 2014
Unsere kleinen Robbenretter

Unsere kleinen Robbenretter

Unter dem Titel „der kleine Robbenretter“ fand am Freitag, 25. Juli 2014, zum 3. Mal im Rahmen
der „Kinder Uni Föhr“ ein Workshop für die Nachwuchs-Tierschützer im Robbenzentrum Föhr statt.

Ca. 25 Kinder nahmen an der Veranstaltung mit den Robbenzentrums-Initiatoren Janine und André teil.

Fast 2 Stunden lang gab es alle Infos rund um den Seehund und die Kegelrobbe in der Nordsee.
Neben altersgemässen Vorträgen, Filmen, gemeinsamen Gesprächen gab es auch eine spielerisch,
praktische Übung zur Erstversorgung der Robben. Alle Kinder haben begeistert mitgemacht,
trotz der hohen Sommertemperaturen. Darüber freuen sich André u Janine.

Der nächste Termin der Kinder Uni „Der kleine Robbenretter“ ist am Freitag, 22. August 2014, 15:00 – 16:30 h.
Die Anmeldung erfolgt über die Föhr Tourismus GmbH, http://www.foehr.de/veranstaltungen/kinder-uni-foehr/

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Veröffentlicht am 29.07.2014 in Archiv 2014
Heuler - abgemagert und erschöpft

Heuler – abgemagert und erschöpft

Immer wieder werden erschöpfte und abgemagerte Heuler an die Strände von Föhr gespült.
Häufig sind die von der Mutter getrennten Jungtiere so erschöpft, dass sie drohen, noch kurz vor dem rettenden Strand zu ertrinken. Denn viele Menschen bemerken nicht, dass sie selber der Grund dafür sind, dass die Tiere sich nicht weiter an Land trauen, obwohl sie dringend dort das rettende Ufer erreichen müssten.
Daher müssen die Retter vom Robbenzentrum Föhr immer wieder selber ins Wasser oder aufs glitschige  Watt, um die müden und meist unterkühlten Seehundbabies in Sicherheit zu bringen.
Nach der Erstversorgung und viel Ruhe und gegebenfalls etwas Wärme erholen sich die Tiere unglaublich schnell von den Strapazen im Meer nach Trennung von ihrer Mutter, leider meistens durch menschliche Störungen! Und ohne die Mutter sind diese Jungtiere in den ersten 4 Wochen nicht überlebensfähig, so Janine u André vom Robbenzentrum!

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Veröffentlicht am 07.07.2014 in Archiv 2014
Heuler Sina

Heuler Sina

Sina war schon ganz unterkühlt und Moses wurde von Spaziergängern wieder ins Wasser zurückgedrängt.
Leider wissen viele Menschen noch nicht, dass die erst ein paar Tage alten Seehund-Babys ohne Mutter absolut nicht alleine überlebensfähig sind und sie versuchen an Land zu kommen, da sie völlig erschöpft und unterkühlt sind. Und nur einige kleine Kämpfer haben das Glück das Land lebend zu erreichen. Übrigens die allermeisten Heuler werden durch menschliche Störung verursacht!!

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Veröffentlicht am 29.06.2014 in Archiv 2014
Gerettet

Gerettetes Seehundbaby

Nach dem Notruf einiger Touristen vom Deich, die das mutterlose Seehundbaby in den Lanungen vor der Vogelkoje entdeckt hatten, rückten die Mitarbeiter des Robbenzentrums Föhr aus, um sich vor Ort ein Bild von der Lage zu machen. Das 8 kg schwere Tier hatte sich bei ablaufendem Wasser wohl aus
Furcht vor den vielen Menschen am Deich an das hintere Ende der Landgewinnungs Bunen verzogen und dort völlig erschöft mit letzter Kraft auf das Reet gelegt.

Durch das schlammige Watt konnten die Robbenzentrumsmitarbeiter mit vereinten Kräften das Tier retten, denn der Boden an diesen Deichstellen ist äussrerst matschig und man versinkt an vielen Stellen knietief.

Nach erstertierärztlicher Untersuchung und Behandlung der noch vorhandenen Nabelschnur, wurde das etwas 2 Tage alte Seehundjungtier mit Elektrolyten erstversorgt!

Seehunde, die ihre Mutter verlieren – meist durch menschliche Störung – verlieren schnell an Gewicht und trocknen aus, wenn sie nicht genügend Flüssigkeit zu sich nehmen.

Ein Seehundbaby muss sein Gewicht in den ersten 4 Wochen von ca. 8 auf über 30 kg vervierfachen. In den ersten 2 Wochen fastet die Seehundmutter, aus Angst, ihr Baby in der rauen und strömungsreichen Nordasee zu verlieren!
In bis zu 80 %der Fälle – so eine britische Studie – werden die Tiere durch menschliche Störung voneinander getrennt-
Während viele Heuler- Bezeichnung für Seehundbabies, die die Mutter verloren haben –
schon im Meer ertrinken und sterben, schaffen es die kleinen Kämpfer noch bis ans rettende Land und brauchen dort schnelle Erstversorgung. Dann haben sie super Chancen zu überleben und nach einiger Zeit gesund und munter und schwer genug wieder in die Freiheit entlassen zu werden- so Janine Bahr und André van Gemmert vom Robbenzentrum Föhr.
Doch da sind sich alle Robbenzentrums- Mitarbeiter einig- am Liebsten sind uns die Seehunde, wenn sie gesund und munter bei der Mutter aufwachsen-
Aber wenn Hilfe nötig ist sind wir da!!

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Veröffentlicht am 09.06.2014 in Archiv 2014

Aus Anlass unseres ersten adoptierten Pools (Robbenpflege-Plätze)

Am 10. Mai ab 14.00 Uhr
Infos, Filme, Führung und Aktionen für Kinder uvm. alles rund um die Robben an unseren Küsten für Gross u Klein

Sektempfang zur Urkundenüberreichung und Freigabe der Pool-plätze!
Eintritt frei um Spenden wird gebeten!

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Veröffentlicht am 07.05.2014 in Archiv 2014

Die Seehundretterin

Die Reportage – Wiederholung am 09.05.2014 um 21.15 Uhr (Erstausstrahlung 12.07.2013)

Tierärztin Janine Bahr kümmert sich auf der Nordseeinsel Föhr und in den Niederlanden um junge, verlassene und kranke Seehunde.

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Veröffentlicht am 02.05.2014 in Archiv 2014
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