20160420_112426[1]Am Mittwoch morgen hat das Robbenzentrum Föhr gegen die TiHo Hannover vor dem Verwaltungsgericht Hannover einen bedeutenden Sieg errungen.

Es ging mal wieder um die Robbenpolitik in Schleswig- Holstein (SH)

Wir haben Recht bekommen.

Ein sehr wichtiger Erfolg für unsere kleine Meeressäugerorganisation von der Insel u die Seehunde, da sind sich Janine Bahr und André van Gemmert vom Robbenzentrum Föhr mit ihrem Anwalt Dr. Konstantin Leondarakis einig, nachdem über 10 Jahre lang von fast allen Behörden nahezu jegliche Information über die Seehundjäger verweigert wurde!

Hintergrund:

Seit mehr als einem Jahrzehnt kämpfen die Initiatoren des Robbenzentrums gegen die tierschutzwidrige Robbenpolitik in Schleswig Holstein SH

 

Denn hier entscheiden bis heute private Jäger als von der Behörde ernannte Seehundjäger über Leben und Tod von angespülten Robben und nicht Tierärzte.

Ein unhaltbarer Zustand, der in den meisten europäischen Ländern undenkbar wäre. Denn der Seehund ist europaweit geschützt und den Gesundheitszustand eines Tieres kann doch kein Laie bewerten, meint auch Tierärztin

Das Ministerium Schleswig Holstein und die zuständigen Behörden vor Ort weigerten sich dazu seit über 10 Jahren, Informationen über die angeblichen Ausbildungsinhalte der „Seehundjäger“ und deren Termine preis zugeben. Und auch die Tierärztliche Hochschule Hannover, die nun scheinbar für einen Teil der Fortbildung zuständig ist und an die das Ministerium immer verwiesen hat, wehrte sich mit allen juristischen Mitteln aus unerfindlichen Gründen gegen Transparenz und Informationsweitergabe.

Mit dem Sieg vor dem Verwaltungsgericht geht nicht nur ein langer ermüdender und kostspieliger Prozess zu Ende, sondern er setzt auch Zeichen für den weiteren Schutz für unsere Robben meinen André und Janine.

Denn nachdem der Richter I. Behrens sehr deutlich gemacht hat, das die Informationen durchaus für die Öffentlichkeit von Bedeutung sind und unter das Umweltinformtionsgesetzt fallen, musste die Uni Hannover einlenken, um nicht verurteilt zu werden.

Nun sind wir gespannt, ob die Hochschule sich auch an die richterlichen Vorgaben hät, so Anwalt Dr.Leondarakis

In jedem Fall ist der Weg geebnet, um auch in Schleswig Holstein mehr Informationen zu bekommen und die tierschutzwidrigen Vorgehensweisen aufzudecken, freuen sich die beiden Robbenexperten von Föhr!

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Veröffentlicht am 21.04.2016 in Archiv 2016

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