Das Robbenzetrum Föhr bekam zu Beginn des neuen Jahres gleich mehre Meldungen von angespülten Robben an den Stränden von Föhr. Während ein Tier schon tot war, konnten 2 Seehunde zwar völlig erschöpft und viel zu untergewichtig für das Alter, aber lebend geborgen werden. Beide Patienten scheinen von Lungenwürmern befallen zu sein. Doch die Erstversorgung und weitere Behandlung ließen die Tiere nach kurzer Zeit schon deutlich fitter werden. Während sie noch apathisch am Strand lagen, wurden sie nach Flüssigkeit und entsprechender Wärmezufuhr wieder recht wehrhaft, was uns dann immer freut, so Janine und André vom Robbenzentrum.

Nun hoffen wir, daß beide Tiere sich schnell erholen und bald gesund und gut genährt in die Nordsee zurück kehren können.

Die Lungenwurmerkrankungen der fast ausschließlich jungen Seehunde, findet man so massiv erst seit ca.5-6 Jahren. Während man zu Beginn noch verschiedene Ursachen vermutet hat, wie Erderwärmung und Veränderung in der Nahrungskette der Seehunde, weiß man heute nach wissenschaftlichen Untersuchungen, daß die Verschmutzung der Meereswasser das ohnehin nicht so ausgeprägte Immunsystem der Tiere stark angreift.

In Küstennähe, wo sich gerade Seehunde in der Regel aufhalten. ist das Wasser zudem besonders verschmutzt.

Auch wenn der Verlauf unbehandelt dramatisch ist, kann den Tieren meist mit einfachen Behandlungen und einigen Medikamenten geholfen werden.

Oft werden diese geschwächten Tiere gerade nach den Stürmen an der Küste vermehrt angespült.

Da der Mensch meist die Ursache der in Not geratenen Robben ist, ist es auch aus ethischen Gründen für uns selbstverständlich, daß wir den Tieren helfen.

Der erste Seehund 2017 in unserer Station bekam den Namen „Mr. Ethia“ als Zeichen für das Engagement und die Petition zum Schutz der Seehunde von Bettina Jung von der Ethia Partei!

Seehund Nr. zwei wurde Nils getauft.

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Veröffentlicht am 06.01.2017 in Archiv 2017

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