Erfolgreicher Auftakt der „Föhrer Tierschutztage“

Das Tierhuus und Robbenzentrum Föhr haben am Montag zum ersten Vortrag im Rahmen der „Föhrer Tierschutztage“ geladen.

Alle Beteiligten waren sehr zufrieden mit der gelungenen Auftaktveranstaltung der „Föhrer Tierschutztage“, in der Tierärztin Antonia Braus die Projektarbeit der „Tierärzte ohne Grenzen e.V.“ in Ostafrika an vielen verschiedenen Beispielen den interessierten Gästen nahe brachte. Sowohl Touristen als auch Inselbewohner fanden ihren Weg in das Robbenzentrum.

Die „Föhrer Tierschutztage“ wurden in diesem Jahr von Tierärztin Janine Bahr- van Gemmert, dem Robbenzentrum und dem Tierhuus Insel Föhr ins Leben gerufen. Über das Jahr verteilt werden Referenten aus ganz Deutschland und unterschiedlichen Organisationen zu den verschiedensten Themen des Tierschutzes auf der Insel referieren.

Ob ein Tierschutzbeauftragter des Saarlandes über die Arbeit in Wildtierstationen informiert, die Organisation AKUT- „Arbeitskreis Kirche und Tiere“- oder eine Tierärztin vom Bodensee zum Thema Tierschutz im Pferdesport:  Das Thema Tierschutz soll im Mittelpunkt stehen und Menschen für das Thema sensibilisieren, so der Vorsitzende des Tierhuuses André van Gemmert.

„Tierärzte ohne Grenzen e.V.“ (ToG) unterstützt seit über 25 Jahren Menschen in Ostafrika, deren Lebensgrundlage von der Landwirtschaft und Tierhaltung abhängt, damit ihre Lebensbedingungen aktiv verbessert werden.

 

Die globalen Klimaveränderungen, das Bevölkerungswachstum und lokale Konflikte schränken die Möglichkeiten für die Landbevölkerung zunehmend ein. Vor diesem Hintergrund tragen die Projekte von „Tierärzten ohne Grenzen“ dazu bei, dass natürliche Ressourcen des Lebensraumes nachhaltig genutzt und Konflikte gewaltfrei gelöst werden können, um so stabile Existenzen zu sichern. In Somalia und Äthiopien versuchen „Tierärzte ohne Grenzen“ mit Tiernotfütterungen und dem Bau von Wasserauffangbecken die Ernährungsgrundlage der Bevölkerung zu sichern.  In Kenia ist der Verein seit Jahren erfolgreich mit Impfkampagnen gegen Tollwut vor Ort. Momentan kämpfen die Menschen in den fünf Projektländern mit einer der schlimmsten Dürren seit 1984. Gerade deshalb war es den Organisatoren ein Anliegen, jetzt über die Arbeit des Vereins zu informieren.

Besonderes Interesse weckte das Projekt „Ziegen statt Waffen“ aus dem Südsudan, durch das ehemalige Kindersoldaten und ihre Familien mit einer kleinen Ziegen- oder Schafherde eine neue Einkommenssicherung und Lebensgrundlage bekommen.

„Nachhaltigkeit ist uns sehr wichtig“, betonte Antonia Braus während ihrer Präsentation. „ ToG arbeitet fast ausschließlich mit lokalen Mitarbeitern und Tierärzten in den Projekten, die Hilfe zur Selbsthilfe fördern.“

Bei Tee und Keksen konnten anschließend sowohl Gedanken und Gespräche vertieft, als auch neue Kontakte geknüpft werden.

Die Kontakt zwischen der Organisation und der Insel entstand durch die langjährige Mitgliedschaft der Stationstierärztin des Tierhuus und Robbenzentrums und der zur Zeit laufenden Aktion „Hoffnungslicht von Föhr“ für Hungernde, die Janine B-vG mit ihrer Nichte Lefke Krüger letztes Jahr reaktiviert hat und die mit dem Verkauf von Kerzen Spenden für die Projekte von „Tierärzte ohne Grenzen“ sammelt.

 

Die nächsten Termine der Föhrer Tierschutztage

.    Am 11.8. um 18.00 geht es um das Thema ( Wild)-Tier- Auffangstation in der                                                   Verantwortung  des Landes – ein Beispiel aus dem Saarland mit Modellcharakter

Am 13.8. um 19.30  Informationen zum Thema Tierschutz in BRD – es muss sich etwas in der Gesellschaft ändern , damit sich im Tierschutz etwas ändert

Beide Vorträge werden von Dr. Hans Friedrich Willimzik , Tierarzt und Tierschutzbeauftragter des Saarlandes gehalten

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Veröffentlicht am 14.07.2017 in 2017

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