Der Notruf kam von einer Joggerin am frühen morgen. Eine „kranke Robbe“ am Strand. Sofort rückte das Team des Roze Föhr zur Rettung aus. Noch auf dem Weg meldete sich die Joggerin erneut. Ein zweiter sehr schwacher Seehund nur einige hundert Meter weiter. Noch lebe sie, wenn auch wenig Reaktion. Beide Tiere wurden schnell gefunden und im Robbenzentrum erstversorgt. Nach der Erstversorgung und tierärztlicher Untersuchung wurde schnell klar, sowohl „Snow“ als auch „Hannes“ waren mit Lungenwürmern infiziert. Die Parasiten sitzen in der Lunge und können diese enorm schädigen. Diese schweren Infektionen kommen in diesem Maß erst seit einigen Jahrn vermehrt unter den Nordseerobbenarten vor. Nach wissenschaftlichen Untersuchungen ein weiteres Resultat der Verschmutzung Nordsee, die das Immunsystem der Tiere angreift. Besonders der Tiere unter einem Jahr sind davon betroffen.

Aber die gute Nachricht, die Infektion ist gut behandelbar, wenn die Tiere früh genug gefunden und schnell versorgt werden.

Die Robben werden entwurmt und mögliche Folgeschäden behandelt. Auch Hannes und Snow haben sich schon nach kurzer Zeit gut erholt und haben die Chance, nach einigen Wochen wieder völlig gesund in die Nordsee zurück zu kehren

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Veröffentlicht am 10.02.2019 in Archiv 2018

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