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„Wir Menschen leben in der Natur, wir sind selbst Natur, deshalb sollten wir die Natur mit all ihren Lebewesen schützen“ So begründet André van Gemmert vom „Wir Menschen leben in der Natur, wir sind selbst Natur, deshalb sollten wiRobbenzentrum Föhr seinen Einsatz für die Seehunde in der Nordsee. „Es ist unsere Passion“, fügt seine Lebensgefährtin und Leiterin des Robbenzentrums Janine Bahr hinzu. Am vergangenen Samstag hat dort mit Musik und Sekt eine neue Ausstellung eröffnet, die über das Leben der Seehunde und die Gefahren informiert, die den Tieren auf offener See lauern. Ein Rundgang stellt die Arbeit der Robbenschützer auf Föhr dar und beschreibt die häufigsten Todesursachen der Tiere. Ein großes Problem ist hier immer noch der Mensch, der mit seinen Netzen die Robben immer wieder in lebensgefährliche Situationen bringt.

Nach sechs Monaten Vorbereitung wurde die neue Ausstellung am vergangenen Samstag eröffnet. Hierbei lief nicht immer alles nach Plan, viele Hindernisse mussten beseitigt werden. „Gestern Abend haben wir hier noch lange gearbeitet. Am Montag noch hatte ich nicht geglaubt, dass alles rechtzeitig fertig wird.“, sagte Bahr sichtlich erleichtert, dass alles gut funktioniert hat. „Heute Morgen hatten wir sogar noch einen Notfall, das hat alles noch einmal verzögert“, fügt sie lächelnd hinzu.

Viele Menschen waren ins Robbenzentrum gekommen, um sich über die faszinierenden Tiere zu informieren. Bei Cello- und Klaviermusik, Sekt und Kaffee und Kuchen herrschte eine gelassene Stimmung, für den Rundgang wurde sich viel Zeit gelassen. Während ihrer Eröffnungsrede bedankte sich Bahr herzlich für die Arbeit der Freiwilligen, ohne die die Ausstellung gar nicht möglich wäre. Doch damit die Ausstellung selbst ein Erfolg wird, ist das Robbenzentrum weiterhin auf Spenden und Freiwillige angewiesen. „Wir finanzieren uns nun einmal über Spenden und anderweitige Unterstützung, und so eine Ausstellung ist auch nicht ganz günstig“, zeigte Bahr sich zuversichtlich, dass genügend Geld zum Erhalt des Zentrums zusammenkommt.

Bei der Eröffnung waren neben Bahr und van Gemmert auch viele Weggefährten anwesend, die Bahr in ihrem Vorhaben unterstützten. Die Tierärztin Kirsten Tönnies wandte sich in ihrer Laudatio an die Politik, die endlich die gesetzlichen Rahmenbedingungen schaffen müsse, um eine uneingeschränkte Hilfe für die Tiere zu ermöglichen. Zudem appellierte sie an den Schutz der Tiere: „Lokal scheint es den Robben gut zu gehen, aber global gibt es immer noch zu wenige.“

Auch der Wyker Bürgermeister machte auf die wichtige Arbeit der Tierschützer aufmerksam: „Sie gehören hier einfach dazu. Sie brauchen uns und wir kümmern uns um sie.“

Um die Tiere auch weiterhin schützen zu können, ist die Unterstützung von vielen nötig. Mit der Ausstellung wollen Janine Bahr und André van Gemmert noch mehr von dieser Unterstützung zu bekommen.

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Veröffentlicht am 17.04.2015 in Archiv 2015

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