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Geretteter Pinguin!

Nur Urlaub geht eben nicht. Zumindest nicht für André van Gemmert und Janine Bahr.
Im Januar reisten die Robbenschützer von Wyk aus über Hamburg nach Uruguay. Ursprünglich

mit der Absicht, in der Jungtierzeit Pelzrobben und Seelöwen am Atlantikufer zu beobachten und deren Verhalten zu dokumentieren. Auf dem Programm standen auch der Besuch ehemaliger Einsatzorte, an denen André van Gemmert im Tierschutz nach Ölunfällen tätig war, und die beiden wollten Vorträge, zu denen sie von örtlichen Wissenschaftlern eingeladen worden waren, halten. Dieses Vorhaben entwickelte sich in eine unerwarteter Richtung mit vielen Überraschungen, tierärztlichen Einsätzen und neuen Freundschaften, die geschlossen und wieder aufgefrischt wurden.
Von Uruguay aus betrachtet liegt das Nachbarland Brasilien quasi um die Ecke. So machten Janine Bahr und André van Gemmert einen Abstecher zu einer bekannten Wildtierstation im Süden des Landesund und trafen gleich „alte Bekannte“ aus internationalen Einsätzen bei Ölunfällen.

kleiner mutterlose Pelzrobben Junge

kleiner mutterlose Pelzrobben Junge in der Rescue Station

Ein Vortrag über die Arbeit des Robbenzentrums Föhr vor den Direktoren und leitenden Professoren der Universität Rio Grande del Sol in Brasilien schloss sich an und es wurde, zur Freude aller, eine Vereinbarung zwischen der Universität und dem Robbenzentrum Föhr geschlossen. Beide Robbenschützer sind höchsterfreut: „Wir sind überwältigt von dem Interesse an der Zusammenarbeit eines bekannten Instituts mit unserem „kleinen“, wenn auch international arbeitenden Robbenzentrum“.

Die Vereinbarung  bedeutet sowohl wissenschaftliche Zusammenarbeit und Austausch von Forschungsergebnissen und Studierenden sowie hinsichtlich des Lehrmaterials.

Außerdem möchte sich die Universität auch bei der Botschaft in Deutschland und bei den zuständigen Behörden für die Arbeit des Robbenzentrums Föhr einsetzen. Drei der Wissenschaftler haben bereits Ihre Teilnahme zum geplanten 4ten Föhrer Wildtiersymposium im September 2016 zugesagt.

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Souvenier

Bevor es nach vielen Aktivitäten und auch Tierbeobachtungen wieder nach Deutschland ging, wurden die beiden Reisenden noch in der einzigen Station für Meerestiere in Uruguay aktiv und halfen beim füttern der Tiere wie einer jungen Pelzrobbe und Pinguinen, die hier zur Zeit gepflegt und auf ihre Wiederauswilderung vorbereitet werden.
Zwei Seevögel wurden sogar im Beisein der beiden wieder ausgewildert. Außerdem konnten sie die finanziell sehr schlecht gestellte Station mit einer direkten Futterspende unterstützen. Die Station arbeitet mit einfachen Mitteln und hat die Unterstützung sehr gerne angenommen. Vor vielen Jahren hatte André dort nach einem Ölunfall geholfen, Seelöwen und Pelzrobben zu retten. „Nun versuchen wir dieser Station auch weiterhin zu helfen, indem wir Tiermedizinstudierenden die Möglichkeit geben, bei uns die Erstversorgung von Wildtieren zu lernen“, so Janine Bahr.

Übergabe des Kooperationsvertrages mit der Uni ind Brasilien FURG

Übergabe des Kooperationsvertrages mit der Uni ind Brasilien FURG

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Mutterlose Pelzrobbe in der Station

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Veröffentlicht am 25.02.2015 in Archiv 2015

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