Sturmopfer  Jule

Sturmopfer Jule

Ganz vorbildlich hatten die einheimischen Finder und Melder des Tieres, Abstand gehalten und auch alle Neugierigen vom Tier fern gehalten. Wir haben schon einige Seehunde am Strand gefunden und wissen inzwischen genau was zu tun ist, so Jule Brüggemann, die mit ihren 3 Söhnen eigentlich am Strand tolle Sturmphotos machen wollte. Das alarmierte Robbenzentrums Team konnte das völlig untergewichtige und erschöpfte Tier bergen und anschließend zur Erstversorgung mit ins Robbenzentrum nehmen. Das kleine Seehundmädchen ist zwar viel zu leicht für sein Alter, aber ausser kleinen Verletzung an den Flossen einfach völlig erschöpft und müde von dem Sturm, aber sonst fit, so Tierärztin Janine Bahr, nach der Erstversorgung des Tieres in der Station. Wir können auch eine Lungenwurminfektion nicht ausschließen. Nach der ersten Flüssigkeitsgabe und viel Ruhe, hat sich die kleine Jule – nach der Finderin benannt- schon gut erholt und wehrt sich schon wieder ganz ordentlich, freut sich André van Gemmert vom Robbenzentrum Föhr.

Außer solchen Wetterkatastrophen sind es zumeist menschliche Einflüsse und Störungen, die die Robben im Wattenmeer zu schaffen machen. Seit 4-5 Jahren nehmen auch Lungenwurminfektionen unter den Seehunden kontinuierlich zu und sehr viele Jungtiere verenden daran, wenn sie nicht früh genug gefunden und behandelt werden. Eine neue durch Umwelteinflüsse bedingte Bedrohung der Seehunde, die die gesamte Population in der Nordsee immer mehr bedroht!

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Veröffentlicht am 30.10.2013 in Archiv 2013

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