Anfang der Woche am Abend erreichte uns ein Notruf aus Goting. Dort war am Strand ein kleiner Seehund gesichtet worden. Als wir bei dem Seehundjungen eintrafen, musste es schnell gehen: Der Kleine wirkte sehr müde und erschöpft, war unterkühlt und hatte einige kleine Wunden am Körper. Nach der Erstversorgung in der Station wurde er schon deutlich munterer. In den nächsten Tagen nahm der Kleine, der viel zu leicht für sein Alter war, schon etwas zu und die Wunden verheilten gut und schnell. Wenn er sich weiter so erholt und das entsprechende Gewicht van ca. 25- 30 kg erreicht hat, kann er in einigen Wochen zurück zu seinen Artgenossen ins Meer. Namenspate für SeehundjungeJori ist die Hauptfigur aus dem Kinderbuch „Jori taucht ab“, das die Bonner Urlauberin Claudia Könsgen zugunsten unseres Robbenzentrums Föhr geschrieben hat. Seehund und Autorin lernten sich nach einer von Joris ersten Fütterungen kennen. Und auch die Finder waren über die schnelle Rettung froh und haben seinen Pflegeplatz „adoptiert“.

Im Watt: Rücksicht nehmen auf Seehunde 
Vor allem jetzt im Sommer, wenn die Jungen zur Welt kommen und aufgezogen werden, brauchen Seehunde ihre Ruhe. Leider werden der Nachwuchs und die Muttertiere durch unbedachtes Verhalten von Menschen im Watt nachhaltig gestört (z. B. durch Wattwanderungen, Wassersport, oder zu dicht fahrende Boote). Das kann dazu führen, dass Jungtiere von ihrer Mutter getrennt werden. Um das zu verhindern, halten Sie bitte unbedingt grossen Abstand (mindesten 500 Meter) zu den Tieren.

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Veröffentlicht am 10.08.2019 in 2019

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