Eile war geboten ...

Eile war geboten …

Das völlig erschöpfte, unterkühlte und verletzte Tier wurde von uns geborgen und versorgt.
Nachdem wir ihn erstversorgt und tiermedizinisch behandelt haben, mussten wir in nach Friederichskoog weiterleiten, obwohl viel Ruhe hier vonnöten gewesen wäre. Aber immerhin hat die Robbe es aufgrund unserer Vorbehandlung bis dahin gut geschafft und wurde aufgenommen. Wir hoffen, dass der kleine „Andreas“ es nach ein paar Wochen Reha wieder gesund zurück ins Meer schafft.

Alleine gestern wurden innerhalb 24 Stunden 4 tote und der von uns eingesammelte verletzte Seehund an die Südstrände Föhr gespült.

Alle haben entweder stark geschwollenen Gelenke oder auch Lungenwürmer und Blut am Schnauzenbereich….

Diese große Zahl der aufgefunden Jungtiere finden wir schon sehr bedenklich!

Da kann keine Rede sein von einer stabilen Population. Alleine 2009 sollen an die 2/3 der damals geborenen Jungtiere in Schleswig- Holstein gestorben sein und jedes Jahr scheint die Zahl der an Lungenwurm erkrankten Seehunde zu steigen. Wenn man überlegt, das Seehunde erst mit 4-5 Jahren geschlechtsreif werden, dann kann man sich ausmalen, das der grosse Knick in der Population nicht lange auf sich warten lassen wird.

Doch da meisten Infektionen eine Folge des menschlichen Einflusses sind und ohne Behandlung zum Tode führen, aber mit Behandlung heilbar sind, so haben wir doch die ethische Verpflichtung den Robben, wenn möglich, zu helfen!!

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Veröffentlicht am 19.10.2012 in Archiv 2012

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